Vermeidbare Derbypleite

Eine knappe Heimniederlage musste der FC Eisenach im Derby gegen Preussen Bad Langensalza einstecken. Dabei ist diese durchaus als unglücklich zu bezeichnen, denn in der Nachspielzeit setzte Takuya Shirasaka den Ball an den Innenpfosten und von dort trudelte der Ball die Torlinie entlang, ging aber leider nicht ins Tor! Am Ende standen die Eisenacher Spieler, trotz couragierter Leistung, wieder als Verlierer auf dem Platz, während die Gäste aus der Kurstadt ausgelassen jubeln durften.

Dabei hatte die Partie ganz nach dem Geschmack des FCE begonnen. Schon in der 2.Minute gingen die Hausherren durch Tomas Kukacka in Führung und nur wenig später lag der Ball erneut im Gäste-Tor. Doch zum Leidwesen des FCE entschied das Schiedsrichter-Trio aus Hessen auf Abseits. Viel Freude an der Führung hatte die Offenhaus-Truppe nicht, denn der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Einen Freistoß verlängerte Chris Ofosua per Kopf unglücklich zu dem am langen Pfosten blank stehenden Sebastian Degner, der sich diese Möglichkeit nicht nehmen ließ (10.). Der Ausgleich zeigte Wirkung. Die Kurstädter waren nun besser im Spiel und als Tomas Kukacka sich in Strafraumnähe den Ball abluchsen ließ, zögerte Daniel Trübenbach nicht lange und hämmerte den Ball zum 1:2 humorlos unter die Latte (24.). Der Rückstand war wie ein Weckruf für die Wartburgstädter, denn es folgte bis zur Pause die beste Phase der Gastgeber. Zunächst gab es den schnellen Ausgleich. Mit einem herrlichen Ball wurde Takuya Shirasaka tief angespielt, er spitzelte den Ball gekonnt am herauslaufenden Gäste-Keeper Maximilian Geißler vorbei ins Tor (30.). Bis zur Pause verpasste es der FC Eisenach trotz guter Möglichkeiten ein weiteres Tor nachzulegen. Zunächst hielt Geißler einen Renic-Abschluss, den zweiten Ball setzte Shirasaka nur knapp neben das Tor (39.). Einen platzierten Schuss von Patrick Scholz lenkte Geißler gerade so über die Latte (42.). Der Pausenpfiff kam den Gästen also sehr gelegen.

Nach dem Wechsel verschliefen die Hausherren den Start und dies sollte sich erneut rächen, denn Felix Müller kam aus 18m völlig frei zum Schuss und traf platziert zum 2:3 (48.). Fortan versuchte der FCE alles um diesen Fauxpas wieder zu korrigieren. Die Gäste standen tief und Trübenbach und Fiß suchten die Entlastung. So neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend in der zweiten Hälfte. Die wenigen Möglichkeiten im Spiel hatte der FCE. Erst war es wieder Kukacka, der Gäste-Keeper Geißler tunneln wollte, dieser aber den Braten roch und schnell dicht machte (59.). Bevor Shiraska in der Schlussminute am Pfosten scheiterte und sich alle FCE-Fans die Haare rauften, hatte das Spiel mit den gelb-roten Karten gegen Tomislav Renic und Daniel Trübenbach seinen unrühmlichen Höhepunkt.

Die Statistik zum Spiel
FCE: Arnold – Serick, Renic (90.GRK), Shirasaka, Scholz, Tesar, Blasi, Kukacka (64.J.Ofosua), Ch.Ofosua, Rudolph (76.N.Wiesner), Ganovsky

LSZ: Geißler – Fischer, Jäger, Steinmetz, Domeinski, Degner (82.Kleinert), D.Trübenbach (90.GRK), Schönau, Euchler, Müller, Fiß (89.Schmidt)

Torfolge: 1:0 Kukacka (2.), 1:1 Degner (10.), 1:2 D.Trübenbach (24.), 2:2 Shirasaka (30.), 2:3 Müller (48.)

Schiedsrichter: Felix Berger

Zuschauer: 86

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