Rumpfelf bei Gastspiel in Weimar auf verlorenem Posten

Gegen den SC Weimar kassierte der FCE zuletzt immer hohe Niederlagen. Auch heute war es nicht anders. Mit einem glatten 5:0 siegten die Goethe-Städter gegen einen FC Eisenach der Marke “Jugend forscht”. Trainer Michael Offenhaus musste gleich sieben Spieler ersetzen, als da wären Pierre Rudolph und Niklas Wiesner (beide rot gesperrt), Sebastian Galozy (5.gelbe Karte), Patrick Scholz (arbeitsbedingt), Chris-Hans Ofosua, Jan Kusnir und verletzungsbedingt Sebastian Arnold. So musste zwangsläufig die Jugend ran und die machten ihre Sache trotz des deutlichen Ergebnisses nicht schlecht.

Die Partie begann forsch. Einen Schuß von Matus Ganovsky lenkte Chris Feuerstein zur Ecke. Diese wäre ihm dann fast zum Verhängnis geworden, weil er sie sich fast selber ins Tor gelegt hätte (6.). Auf der Gegenseite schoß Martin Trinkler aus spitzem Winkel am Tor vorbei (8.). Die frühe Führung der Gastgeber entsprang einem Freistoß, welcher von der Eisenacher Mauer abgefälscht wurde und vor den Füßen von Marc Andris landete, welcher in Abstaubermanier das 1:0 markierte (13.). Im weiteren Verlauf hatte der FCE Glück, daß die Junker-Elf fahrlässig mit ihren Möglichkeiten umging. Eine Flanke von Schmidt-Barbo setzte Marcel Boy aus Nahdistanz neben den Pfosten (15.). Und in der 28.Minute war es wieder Boy der an einem Schuß von Hannes Boden nur knapp vorbei rutschte. Bei einer Dreifach-Chance konnte Christian Pfestorf zunächst zweimal glänzend parieren, ehe Robert Kiesewetter auf der Linie klärte (33.). Unmittelbar vor der Pause fiel aber doch noch das 2:0 für den SC. Matus Ganovsky wurde aus Nahdistanz an die Hand geschossen, Schiedsrichter Tarik El-Hallag zeigte auf den Punkt – ein Elfer den die meisten Zuschauer als eher fragwürdig einstuften. Julius Schmidt-Barbo war dies herzlich egal. Vom Punkt ließ er Christian Pfestorf keine Chance (45.).

Nach dem Seitenwechsel folgte das schnelle 3:0. Nach einer Laue-Ecke traf Martin Trinkler per Kopf (53.). Der Drops war gelutscht, Weimar ließ es jetzt gemächlicher angehen, der FC Eisenach war jederzeit bemüht um den Ehrentreffer. Gute Ansätze waren zu sehen, doch in der Konsequenz fehlte auch ein wenig das Glück in den entscheidenden Situationen. So zeigte Jonas Wiesner wiederholt, was er in dieser Saison alles gelernt hat. Auch ein Tillmann Zänker wusste zu gefallen. Aber es half alles nicht. Mit einer direkten Ecke von Lucas Laue, welche als Eigentor von Pfestorf gewertet wurde, erhöhte der gastgebende SC Weimar auf 4:0 (79.). Und damit war es noch nicht genug. Mit dem wohl schönsten Spielzug des Tages traf Weimar zum 5:0-Endstand. Eine Schmidt-Barbo-Flanke fand auf links Lucas Laue, welcher den Ball nocheinmal auf den besser postierten Marc Andris quer legte. Das leer Tor vor sich erzielte er seinen zweiten Treffer heute (88.).

Für den FCE hat sich an der Situation im Absteigskampf nichts geändert. Die Mitkonkurrenten Gotha, Ehrenhain und Ohratal haben auch alle ihre Spiele verloren, während Schott Jena in der Oberliga einen wichtigen Sieg eingefahren hat, so daß nach derzeitigem Stand Tabellenplatz 14 zum Klassenerhalt reichen würde.

Die Statistik zum Spiel
SCW: Feuerstein – Rammelt, Sachs, Boden, Boy (59.Schaft), Andris, Trinkler, Laue, Schmidt-Barbo, Granert (77.Neubauer), Häußler

FCE: Pfestorf – Al Ayoubi (38.Kraiczi), Blasi, R.Kiesewetter, J.Wiesner, Kiesel (79.Schade), Müller, Zänker, J.Ofosua, Cizek, Ganovsky

Torfolge: 1:0 Andris (13.), 2:0 Schmidt-Barbo (45.Handelfmeter), 3:0 Trinkler (53.), 4:0 Pfestorf (79.Eigentor), 5:0 Andris (88.)

Schiedsrichter: Tarik El-Hallag

Zuschauer: 123


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