Langweiler mit hektischer Schlussphase

Nach einer langweiligen und Höhepunkt armen ersten Hälfte entwickelte sich das Duell zweier Kellerkinder in der Schlussphase fast noch zu einem Drama. Regisseur vom Ganzen – Schiedsrichter Oswin Bernhardt. Denn kurz vor Schluß gab es im Gäste-Strafraum noch einen Freistoß für Marksuhl. SG-Keeper Dominik Werner schoss Robert Kiesewetter an und während der Ball in Richtung Torlinie kullerte pfiff Bernhardt das Spiel ab. Ungeachtet dessen rollte der Ball über die Torlinie und sorgte so für erhitzte Gemüter auf beiden Seiten. Warum letztlich abgepfiffen wurde darüber läßt sich im Nachhinein trefflich streiten. Ob die 9,15m Abstand nicht eingehalten wurden oder der Ball den Strafraum nicht verlassen hatte, keiner wusste es so genau und auch Schiri Bernhardt schien sich seiner Sache nicht sicher. Letztlich war sein Pfiff ertönt, das Tor zählte nicht und es blieb beim 1:1. Ein Unentschieden mit dem der FCE II wesentlich besser leben kann als die Gäste. Denn diese rutschten in der Tabelle durch den Sieg von Bischofroda in Gerstungen auf Platz 12 ab.

Nun zum Spiel: Halbzeit eins war Sommerfußball pur. Keine Mannschaft wagte sich aus dem Schneckenhäuschen und ging auch nur den Hauch eines Risikos ein. Dementsprechend waren erwähnenswerte Chancen Mangelware.

Dies änderte sich erst nach dem Wechsel. Gido Kehr eröffnete endlich den Reigen, jedoch war sein Abschluss zu flach und auch noch schwach geschossen (46.). Auf der Gegenseite strich die Kugel nur knapp am Lattenkreuz vorbei (Simon 47.). Nachdem Lucas Kraiczi erneut zu schwach abschloss zeigten die Gäste kurz darauf wie man Tore schießt. Nach einer schönen Vorlage von Toni Zarate stand Tobias Simon im Strafraum blank, umkurvte auch noch FCE-Keeper Paul Kiesewetter und schob ein (59.). Es dauerte eine Weile bis sich die Besser-Elf von diesem Nackenschlag erholte. Erst in der Schlussphase wurden die Aktionen zwingend und zielstrebig. Während Philipp Müller den Ball aus 16m übers Tor donnerte (82.), setzte Robert Kiesewetter das Spielgerät aus 5m hauchzart neben den Pfosten (85.). Das es doch noch zu einem Tor reichte war einem Standard zu verdanken. Pierre Rudolph drückte eine Rittel-Ecke per Kopf über die Linie (87.). Dabei blieb es bis zum Schluss.

Dieses 1:1 muss man als leistungsgerecht einstufen, mehr hatte sich die Mannschaft um Kapitän Tobias Kiesewetter heute auch (leider) nicht verdient.

Die Statistik zum Spiel
FCE II: P.Kieswetter – Ender (65.Heuse), R.Kiesewetter, Knie, Rittel, Wolfgram, Kraiczi, Müller, Kehr, T.Kiesewetter, Rudolph

Marksuhl: Werner – Richter, Zarate, Steppan, Hentrich, Weber, Simon (65.Röder), Arnold (21.Scheuch), Röder, Vetter (60.Hofmeister), Wittich

Tore: 0:1 Simon (59.), 1:1 Rudolph (88.)

Schiedsrichter: Oswin Bernhardt

Zuschauer: 66

 

 

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