Den Favoriten lange geärgert

Auch Grün-Weiß Gospenroda scheint den FC Eisenach II gehörig unterschätzt zu haben, wie zuvor schon Kaltennordheim und Geisa. Anders läßt sich die lustlose und uninspirierte Vorstellung des klaren Favoriten in dem Spiel heute und auch auf die Meisterschaft in der Kreisoberliga nicht erklären. Ein Eigentor und ein Standard mussten herhalten um den FCE II in die Knie zu zwingen. Ansonsten zeigte die Gäste eine eklatante Abschlussschwäche.

Die von Olaf Gabriel trainierten Gäste begannen forsch und wollten gleich Nägel mit Köpfen machen. Mehrfach hatte Kilian Pfaff die Führung für die Grün-Weißen auf dem Fuß, sein dritter Versuch hatte dann den gewünschten Erfolg. Pfaff schoss Masoud Shamdin an, dieser gab dem Ball die entscheidene Richtung und der Ball lag im Tor (13.). Auch in der Folgezeit hatte der FCE II alle Hände voll zu tun in der Defensive. Immer wieder war es Kilian Pfaff, dem aber heute das Zielwasser fehlte, erst vergab er eine Doppelchance (17.), ehe er in der 28.Minute an Manuel Kindermann im Eisenacher Tor scheiterte. Durch die ausgelassenen Möglichkeiten machte sich Gospenroda das Leben selber schwer. In der Defensive agierte der Landesklassenabsteiger teilweise konfus und bot den Wartburgstädtern viel Raum zum kontern. Einen solchen Konter schloss der junge Dominik Stöber aus aussichtsreicher Position ab, jedoch war sein Schuss zu schwach (31.). Bis zur Pause gestaltete der FCE II das Spiel ausgeglichen, auch weil die Gäste mit sich selber haderten anstatt Fussball zu spielen.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Besser-Elf immer mutiger und hatte bei einem Sonntagsschuss von Othman Algledan auch das nötige Quäntchen Glück das sich der Ball als Bodenlampe hinter dem verdutzten Björn Rinn zum Ausgleich ins Tor senkte (58.). Nachfolgend bot sich den Hausherren gar die Möglichkeit zur Führung. Nach einem Rittel-Freistoß wurden ein Schuss von Altmeister Michael Besser sowie der Nachschuss von Othman Algledan geblockt (62.). Gospenroda mühte sich hernach weiter dem Spiel noch die richtige Richtung zu geben, doch waren die Bemühungen oft nur Stückwerk und so kein Problem für die FCE-Abwehr sowie den gut aufspielenden Manuel Kindermann im FCE-Kasten. Je länger das Spiel dauerte desto öfter fabrizierten die FCE-Spieler Fehlabspiele in der Nähe des eigenen Strafraums oder verpassten es einfach den Ball mal lang aus der Gefahrenzone zu schlagen. Einem solchen Fehler folgte die Entscheidung des Spieles. Per direkt verwandeltem Freistoß aus ca. 22m brachte Benjamin Glock seine Mannen in der Schlussphase wieder auf die Siegerstraße zurück (85.). Danach passierte nicht mehr viel, so daß Gosperoda mit dem knappen Vorsprung über die Ziellinie ging.Verdient, aber trotzdem äußerst glücklich.

Am Ende zeigte die überschwengliche Freude der Gäste über den Sieg, daß sie sich die Sache in Stedtfeld bestimmt ein wenig leichter vorgestellt hatten. Die Gastgeber waren kurz davor den Grün-Weißen einen Punkt abzuringen, doch letztlich war es ein individueller Fehler zu viel.

Die Statistik zum Spiel
FCE II: Kindermann – Ender, Stöber, Samoqi, Rittel, Al Ayoubi, Shamdin (83.Tikwe), Besser, Algledan, Mahamud (63R.Kiesewetter), Kehr

Gospenroda: Rinn – Eichholz, Stark, Glock, Scheuch, Mirtschink, Lusky, Zarschler, Kümmel (65.Pelster), Pfaff, Lorenz

Tore: 0:1 Shamdin (13.Eigentor), 1:1 Algledan (58.), 1:2 Glock (85.)

Schiedsrichter: Kay Siefert

Zuschauer: 75


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.