Gefühlschaos beim FCE II – Bangen um verletzten Kevin Ender und späte Niederlage

Während die Marksuhler Mannschaft nach dem Schlusspfiff ausgelassen den Sieg feierte, standen die Eisenacher Spieler und ihr Anhang da wie begossene Pudel und wussten nicht recht wie ihnen geschehen war. Erst der Schock über die schwere Knieverletzung von Kevin Ender, er wurde mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gefahren, und dann noch die dramatische Schlussphase mit den späten Gegentreffern, die den bis dahin verdienten Punkt durch die Finger gleiten ließen.

Marksuhl hatte stark begonnen und ging früh durch Björn Venter in Führung (3.). Die Gastgeber wussten das ein Sieg nur über körperlichen Einsatz gehen würde und beeindruckten damit in der Anfangsphase die Wartburgstädter, die auch Glück hatten, dass Luca Scheuch die Venter-Vorlage nicht verwerten konnte (10.). Mit der Zeit aber kam der FCE II besser ins Spiel und erarbeitet sich erste Möglichkeiten. Der für den verletzten Amir Qayumi eingewechselte Justin Lorke tauchte in der 32.Minute allein vor dem von Morgenweck gehüteten Marksuhler Tor, setzte den Ball jedoch neben das Tor (32.). Wenig später machte der Youngster es besser und traf zum verdienten Ausgleich (39.). Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel nahm das Spiel noch einmal richtig Fahrt auf und wurde richtig spannend. Nach einem Eckball köpfte Nico Schmidt den Ball ins Tor (von dem Gestänge sprang der Ball zurück ins Feld), so sahen es viele Eisenacher Fans und jubelten schon, doch der entscheidende Mann auf dem Feld Schiedsrichter Fliedner sah es anders und ließ weiter spielen. Auf der Gegenseite war es Routinier Björn Venter, der in aussichtsreicher Position, den Kopfball neben das Tor lenkte (61.).

Dann folgte die wahrscheinlich entscheidende Szene des Spieles. Am Mittelkreis wurde Kevin Ender in einem Zweikampf unglücklich getroffen und blieb unter Schmerzen am Boden liegen und musste mit der Trage vom Platz getragen werden. Da der FCE II schon dreimal gewechselt hatte, ging es von nun an in Unterzahl weiter. Und die Truppe von Tobias Kiesewetter machte ihre Sache gut, obwohl die Mannschaft sichtlich geschockt war ob der Verletzung von Kevin, hielten sie die Gastgeber weitestgehend vom Tor weg. Erst in der Schlussphase, als die Kräfte und auch die Konzentration nachließen konnten die Marksuhler ihre numerische Überlegenheit auch nutzen. Von links wurde ein weiter Ball in den Eisenacher Strafraum geschlagen, den Tobias Simon, kurz vor Ultimo, per Kopfball zum 2:1 verwertete (89.). Die Gäste warfen nun alles nach vorne und Marksuhl hatte Platz. Nach einem Zweikampf im Eisenacher Strafraum zeigte Schiri Fliedner auf den Punkt. Luca Scheuch ließ sich diese Chance nicht nehmen und traf zum 3:1 (90.+4).

Detlef Schwendler, Ex-Trainer beider Mannschaften brachte es nach dem Spiel in gewohnter Weise nüchtern auf den Punkt:“Marksuhl hat drei Tore geschossen, wir nur eins.“ Glückwunsch an die Mannschaft von Marc Steppan.

Aber letztlich gehen die Gedanken der Mitspieler und der FCE-Anhänger heute ausschließlich an Kevin Ender. Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute und eine schnelle Genesung.

Die Statistik zum Spiel:
Marksuhl: Morgenweck – Richter, Pertuch, Hentrich, Simon (90.Eckert), Venter, Arnold, Vetter (62.Völker), Weber (80.Nehrig), Scheuch, Franke

FCE II: Voigt – Groppel, Qayumi (11.Lorke), Al Ayoubi (70.Samoqi), Wiesner (58.R.Fischer), Pietschmann, Naser, Tikwe, Schmidt, K.Ender, P.Fischer

Torfolge: 1:0 Venter (3.), 1:1 Lorke (39.), 2:1 Simon (89.), 3:1 Scheuch (90.+4 Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Valentin Fliedner

Zuschauer: 152