Abstieg kaum noch abwendbar

Im wichtigen 6-Punktespiel gegen Kaltennordheim kam der gastgebende FC Eisenach nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus und muss aller Wahrscheinlichkeit den bitteren Gang in die Kreisoberliga antreten. Den Spielern vom FCE war dies nach Abpfiff anzusehen, etliche von ihnen hatten Tränen in den Augen. Dass der Fußballgott derzeit kein Eisenacher ist, zeigte sich erneut in der Nachspielzeit. Bekam der FCE letzte Woche in Gotha ein spätes und irreguläres Tor eingeschenkt, so war es diesmal die Latte, welche einen späten Treffer des FCE zum ultrawichtigen 3:2 verhinderte (Kehr (90.+5).

Der FCE, heute ohne Alexander Pohl und Sheikh Dawood (beide Gelb-Rot gesperrt), geriet früh in Rückstand. Roberto Trabert brachte die Gäste aus der Rhön mit 0:1 in Front (13.) und nutzte dabei die Unordnung in der FCE-Defensive in Unterzahl aus (Tim Ender wurde gerade nach einem Fusstreffer am Kopf medizinisch versorgt). Nach einem Foul an Lukas Kraiczi im Strafraum kamen die Wartburgstädter zum schnellen Ausgleich. Guido Kehr behielt vom Elfmeterpunkt die Nerven und traf zum 1:1 (19.). In der Folgezeit neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld, Strafraumszenen hatten Seltenheitswert. Die beste Chance zur erneuten Führung der Rhöner hatte Felix Heym, dessen Heber knapp am rechten Pfosten vorbei strich (31.). Auf der Gegenseite ging nach einer Ecke ein Alkado-Kopfball knapp vorbei (36.). Mit dem 1:1 ging es dann in die Kabinen.

Nach der Pause hatte der FCE seine beste Phase und schnürte die Gäste am eigenen Strafraum ein. Doch die letzte Konsequenz fehlte. Die beste Möglichkeit machte Gäste-Keeper Justin Witzel zunichte, indem er gegen Guido Kehr im 1:1-Duell mit dem Fuß klären konnte (56.). Anstatt vorne zu treffen, gab es hinten wieder einen Gegentreffer. Der FCE ging nur halbherzig in die Zweikämpfe, die Gäste spielten sich durch und gingen durch Robin Wieber erneut in Führung (59.). Die Wartburgstädter benötigten nun einige Zeit diesen Tiefschlag zu verdauen. Erst in der letzten Viertelstunde wachte der FCE wieder auf. Während Lukas Kraiczi erneut an Torwart Witzel scheiterte (75.), machte eben dieser das Spiel wieder spannend. Justin Witzel verschätzte sich bei einem weiten Freistoß von Robert Kiesewetter und sprang unter dem Ball hindurch. Dieses 2:2 in der 78.Minute gab dem FCE wieder Hoffnung. Doch eine richtige Schlussoffensive blieb (leider) aus. Auch die gelb-rote Karte gegen Gästespieler Roberto Trabert wegen Meckerns kam zu spät, um für den FCE noch Nutzen zu bringen. Und doch hätte alles noch positiv für den FCE enden können. Doch wie oben schon beschrieben endete die Hoffnung des FC Eisenach in der 5.Minute der Nachspielzeit an der Latte des Gästetores.

Freude und Hoffnung, sowie Pech und Unglück liegen halt manchmal ganz nah beisammen. Schade! Doch wie so oft in den letzten Wochen muss wieder festgehalten werden: Mit den Sätzen „Hätte man nicht verlieren müssen!“ und „Hätte man gewinnen Können!“ hält man eben nicht die Klasse. Man hätte eben halt da wo es möglich war mehr punkten müssen. Viele individuelle Fehler, aber auch etliche Pfosten- und Lattentreffer (wie heute z.B.) verhinderten ein mehr an Punkten. Nun gilt es den Rest der Saison ordentlich und mit Würde zu Ende zu spielen.

Die Statistik zum Spiel
FCE: Granzow – Naser, R.Kiesewetter (81.Pietschmann), Alkado, Förster, Kracizi, P.Fischer, Freitag, Kehr, T.Kiesewetter, T.Ender (33.K.Ender, 66.Groppel)

Kaltennordheim: Witzel – Görtner, Trabert (90.GRK), Wieber, Heym (90.+1 A.Wolf), Greifzu, Dittmar, Salzmann, Baghdaoui (81.D.Wolf), Wichler, Schleicher (76.Ender)

Tore: 0:1 Trabert (13.), 1:1 Kehr (19.Foulelfmeter), 1:2 Wieber (59.), 2:2 R.Kiesewetter (78.)

Schiedsrichter: Philip Bürger-Schönemann

Zuschauer: 86