Phasenweise mitspielen reicht eben nicht

Eine weitere Heimniederlage kassierte der FC Eisenach im Landesklassenspiel gegen Eintracht Hildburghausen. Am Ende stand ein deutliches 3:6, auch weil der FCE die Anfangsphase völlig verschlafen hat und nach 18 Minuten schon 0:3 hinten lag. Dabei zeigte die Mannschaft um Kapitän Philipp Baumbach (Alexander Pohl und Georgios Lois fehlten heute) phasenweise gute Ansätze, die machte sich die Mannschaft aber immer wieder zunichte. Zu viele Blackouts in der Defensive brechen einem dann einfach das Genick. Einen großen Anteil hatte heute daran leider auch FCE-Keeper Leon Granzow, der diese Saison schon saustarke Leistungen wie in Steinbach-Hallenberg zeigte, heute aber eine rabenschwarzen Tag erwischte.

Kaum hatte das Spiel begonnen, ging der Gast aus Südthüringen in Führung. Ca. 20 Sekunden dauerte es bis Sando Eichhorn, nach einer Flanke, welche sehr lange in der Luft war um abgefangen zu werden, einköpfen konnte. Und die Mannschaft von Trainer Mario Lochmann machte sofort weiter. Zwei weitere viel zu leichte Gegentreffer durch Maximilian Schneider bis zur 18.Minute ließen den erfahrenen FCE-Fan böses schwanen und Erinnerungen an das 0:8 in Schweina aufkeimen. Doch der FCE straffte sich und vermochte es selber Chancen zu kreieren. Immer ein Unruheherd war hierbei der unermüdlich rackernde Mohammad Sheikh Dawood. Mit einem Schuß aus spitzem Winkel prüfte er Eintracht-Keeper Lukas Wolfsdorf das erste Mal (21.). In der 32.Minute wurde ein Dawood-Abschluß von Martin Schleicher gerade noch so geblockt. Auf der Gegenseite klärte Khalil Alkado auf der Linie und bewahrte so seine Mannschaft vor dem 0:4 (36.). Mit einem kleinen Hoffnungsschimmer ging es dann in die Pause. Eintrachts Konstantin Brückner köpfte bei einem Klärungsversuch den Ball genau in die Füße von Sheikh Dawwod, dieser traf zum wichtigen 1:3 (43.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Lukas Kraiczi den Anschlußtreffer auf dem Fuße. In aussichtsreicher Position halblinks verzog er jedoch, ein Momentumwechsel lag in der Luft. Daraus wurde aber nichts. Nach einem an sich harmlosen Freistoß kam Maximilian Schneider an der Strafraumgrenze zu Kopfball und der Ball titsche flach auf und rutschte zum Entsetzen von FCE-Mannschaft und Fans Leon Granzow durch die Hosenträger (58.). Als wenig später erneut Schneider, mit seinem vierten Treffer, zum 1:5 schien der Drops endgültig gelutscht. Doch auch hier rappelten sich die Wartburgstädter wieder auf. Mit seinem zweiten Treffer verkürzte Sheikh Dawood auf 2:5 (67.), ehe der eingewechselte Amir Qayumi mit einem energischen Sturmlauf den FCE gar auf 3:5 wieder heran brachte (80.). Doch auch dieser kleine Hoffnungsfunke war schnell erloschen, weil Sandro Eichhorn mit seinem Tor am viel zu zaghaft herauslaufenden Leon Granzow vorbei, den drei Tore Abstand wieder herstellte (82.).

Fazit: Schlecht waren heute die vielen leichten Gegentreffer. Damit gewinnt man keinen Blumentopf in der Landesklasse. Gut gefallen hat der Kampfgeist der immer wieder aufblitzte und dringend benötigt wird im Kampf gegen den Abstieg. Die Art und Weise heute hat gezeigt, dass bei größerer Konzentration heute ein wertvoller Punkt möglich gewesen wäre. Ein 0:3 nach 18 Minuten ist einfach gesagt ein Katastrophe und sollte uns so schnell nicht wieder passieren.

Die Statistik zum Spiel:
FCE: Granzow – Naser, R.Kiesewetter (53.Qayumi), Alkado, Dawood, Förster, Kraiczi (61.Freitag), T.Ender, Kehr, T.Kiesewetter (46.Müller), Baumbach

Hildburghausen: Wolfsdorf – Fischer, Brückner (80.Lohr), Schelhorn, Kupfer, Eichhorn (90.Neubert), Simon, Andersch (87.Florschütz), Holl, Schleicher, Schneider

Torfolge: 0:1 Eichhorn (1.), 0:2 Schneider (13.), 0:3 Schneider (18.), 1:3 Dawood (43.), 1:4 Schneider (58.), 1:5 Schneider (61.), 2:5 Dawood (67.), 3:5 Qayumi (80.), 3:6 Eichhorn (82.)

Schiedsrichter: Philip Bürger-Schönemann

Zuschauer: 58