Freistoßgegentor wirft FCE aus der Bahn

Ein spätes Gegentor verhinderte das die Auswärtsfahrt des FC Eisenach nach Suhl ein voller Erfolg wurde. Zurecht gingen die Eisenacher Spieler enttäuscht vom Platz. Hatten Sie doch bis zum ersten Gegentor eine starke Partie abgeliefert und sich eigentlich den vollen Erfolg verdient. Doch dann kam Suhl mit minimalen Aufwand noch zum Ausgleich und der gute Eindruck geriet ins Hintertreffen.

Die Mannschaft des FC Eisenach begann zielstrebig und bissig, kaufte den Gastgebern früh den Schneid ab. Während Daniel Reinhardt per Direktabnahme zunächst nur den Pfosten traf (10.), war es wenig später Kapitän Patrick Scholz dessen Schuss abgefälscht im Suhler Kasten zur frühen Eisenacher Führung einschlug (16.). Scholz hätte auch gleich nachlegen können, doch waren seine Abschlüsse zu unpräzise (20., 21.). Vom Gastgeber war bis hierhin nichts zu sehen. Gefahr für das Eisenacher Tor ging eher von den eigenen Spielern aus, weil es noch an der Abstimmung fehlte. Erst nach einer halben Stunde kamen die Suhler zu ersten zaghaften Annäherungen an das Eisenacher Tor. Zunächst klärte Lucas Voigt gegen Max Jacobs (33.), wenig später rutschte Chris Fritz, am langen Pfosten lauernd, an einer Eingabe vorbei (36.). Mehr ließ der FCE vor der Pause nicht zu. So ging es mit der hochverdienten Führung für die Wartburgstädter in die Kabine.

Auch nach dem Wechsel änderte sich zunächst nichts an der Spielausrichtung. Der FCE war die tonangebende Mannschaft, Daniel Reinhardt als Kopf der Mannschaft gab die Richtung vor. Als Leader gab er seinen jungen Mitspielern diskrete Hinweise und versuchte sie in Szene zu setzen. Und der Erfolg gab ihnen Recht. Nach einem Schuss von Jonas Wiesner bekam Lucas Kraiczi den zweiten Ball und traf zum 0:2 (55.). Bis hierhin hat alles gepasst – ein ganz starker Auftritt der Eisenacher Mannschaft. Unverständlich warum dann ein zufälliger Gegentreffer das Gebilde so auseinander brechen lässt. Durch ein herrliches Freistoßtor kamen die Gastgeber zum Anschluss. Liefen sich zunächst zwei am Ball stehende Suhler Spieler über den Haufen und es sah nach Slapstick aus, zirkelte darauf hin Suhl´s Kapitän Fabian Kühne den Ball unhaltbar über die Mauer genau ins Eck (63.). Dieser Treffer war der Knackpunkt der Partie. Nun hatte Suhl Rückenwind und bekam mehr Spielanteile. Doch die Hintermannschaft des FCE hielt den Gegner weit genug vom Tor weg. Erst gegen Ende der Partie musste auch FCE-Schlussmann Lucas Voigt wieder eingreifen. Nach einem Fallrückzieher vom Tim Ullrich senkte sich der Ball spät, Voigt konnte im Rückwärtsfallen klären (78.). Die Minuten verrannen und immer besser konnte sich der FCE aus der Umklammerung lösen. Doch dann schlugen die Gastgeber erneut zu. Aus einem Strafraumgewühl heraus traf Robert Zager mit einem abgefälschtem Schuss zum 2:2-Ausgleich (88.). Bei diesem Ergebnis blieb es dann bis zum Schlusspfiff.

Trotz spätem Gegentor zum 2:2 war die Partie für den FC Eisenach ein Schritt in die richtige Richtung. Denn die Eisenacher Elf überzeugte als Mannschaft, Einsatz und Moral stimmten. Lediglich der maue Ertrag von einem Punkt lässt zu wünschen übrig.

Die Statistik zum Spiel:
Suhl: Mentzel – Stößel, Jacobs (38.Triebel), Kühne, Ullrich (84.Kaiser), Zager, Gromm, Eckstein, Qaysar, Fritz, Altendorf

FCE: Voigt – Stöber, Tikwe (78.Ender), N.Wiesner, Reinhardt, J.Wiesner, Scholz, Kraiczi, Schmidt, Brinschwitz (81.Qayumi), Galozy

Torfolge: 0:1 Scholz (16.), 0:2 Kraiczi (55.), 1:2 Kühne (63.), 2:2 Zager (88.)

Schiedsrichter: Mark Hebestreit

Zuschauer: 58