Woche für Woche werden Schiedsrichter tätlich angegriffen. Erst letzte Woche in der hessischen Kreisliga war der Schiedsrichter Nils C. im Spiel der hessischen Kreisliga C zwischen dem FSV Münster und TV Semd von einem FSV-Spieler per Faustschlag niedergestreckt und bewusstlos geschlagen worden. Gerd Schugard, der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses in Hessen, macht sich Sorgen, um das Schiedsrichterwesen. „Wie sollen wir das nur jungen Leuten schmackhaft machen nach solchen Vorfällen?“, sagte er der Frankfurter Rundschau. „Solche Vorfälle als Einzelfälle zu sehen, hilft nicht weiter.“

Ein weiteres Beispiel ganz aus unserer Nähe: Bei einem B-Juniorenspiel des TSV Sundhausen gegen den FC Barchfeld III brannten einem Vater die Sicherungen durch.  Er stürmte das Spielfeld, schlug und würgte zwei Nachwuchsspieler. Sogar die Polizei musste deshalb anrücken. Nun erwarten den TSV Sundhausen deshalb erhebliche Konsequenzen. So urteilte das Sportgericht Anfang Oktober 2019, dass der Verein 600 Euro Geldstrafe zahlen muss. Darüberhinaus werden der ersten Mannschaft (Kreisliga Staffel 1) sechs Punkte abgezogen.

Auch der FC Eisenach ist sich seiner Verantwortung bewusst und möchte daher eindringlich an alle Akteure appelieren, egal ob Spieler, Trainer, Eltern oder Zuschauer: Schiedsrichter sind Menschen und machen Fehler und dürfen diese auch machen, ohne dafür Gewalt weder körperlich noch verbal erdulden zu müssen. Denn ohne Schiedsrichter geht es nicht. Wie würde unser Wochenende aussehen ohne Sie? Auch der FC Eisenach weiß wie schwer es ist Schiedsrichter zu rekrutieren. Jahr für Jahr ein Kraftakt! Machen wir uns doch daher alle das Leben ein wenig leichter und treten allen gegenüber ob Schiedsrichter oder Gegenspieler respektvoll auf!

Auf ein schönes und hoffentlich auch friedliches Fußballwochenende